InDiGuD * Ingenieur-Dienstleistung Günter Dörrhöfer

Gebäudeenergieberatung · Thermografie · Luftdichtheitsmessung

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Dipl.-Ing. Günter Dörrhöfer

Gebäudeenergieberater (HWK)

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Fenstermontage

Um Schimmelbildung vorzubeugen ist bei einem Einbau neuer Fenster darauf zu achten, dass der Wärmedurchgangswert (UW) des Fensters nicht besser als der Wärmedurchgangswert der Außenwand ist. Die KfW stellt nur dann Fördermittel zur Verfügung, wenn diese Bedingung erfüllt ist, oder durch gleichwertige Maßnahmen Kondenswasserbildung und Feuchteschäden vorgebeugt wird.

Die Fenster müssen dauerhaft luftundurchlässig entsprechend den anerkannten Regeln der Technik eingesetzt werden. Der Aufbau sollte im wesentlichen so aussehen:

Die innere Abdichtung kann mittels dampfdichter Folie oder, wie häufig im Altbau, mittels elastischen Dichtstoffen erfolgen. Bei Einsatz von elastischen Dichtstoffen wie z.B. Acrylate sind die Fugen mit einer Hinterfüllschnur zu versehen um eine Dreiflankenhaftung zu vermeiden. Hinweis: elastische Dichtstoffe können nach einiger Zeit ihre Funktion verlieren und müssen dann entfernt und neu ausgeführt werden.

Die mittlere Abdichtung kann mit einem PU-Schaum erfolgen.

Die äußere Abdichtung kann sowohl mittels vorkomprimiertem Dichtungsband als auch mittels dampfdiffusionsoffener Folie erfolgen. Dichtbänder erfüllen nur dann ihre Funktion, wenn der Untergrund fest und nicht porös ist. Bei porösem Untergrund muss dieser vorher durch einen Fugenglattstrich, wie es die DIN 4108 Teil 7 fordert, mit Wärmedämm-Mörtel egalisiert werden. Dabei ist zu beachten, dass die im Handel erhältlichen "Wärmedämm-Mörtel" erst nach einigen Stunden ihre Anfangsfestigkeit erreichen.

Die Abdichtung der Fenster stellt einen wichtigen und wirksamen Schutz vor Baufolgeschäden dar. Fenster müssen nach den heutigen Richtlinien immer abgedichtet werden. Dabei gilt der Grundsatz: Innen dichter als außen d.h. der Dampfdiffusionswiderstand muß auf der Innenseite größer als auf der Außenseite sein.


Feuchte, Tauwasserbildung

Liegt die Temperatur einer Oberfläche unterhalb des Taupunkts (→ Taupunktrechner) fällt dort Tauwasser an. Zur Vermeidung von Tauwasser muss die Oberflächentemperatur demnach oberhalb des Taupunkts liegen. Bei einer Raumtemperatur beispielsweise von 20°C und einer relativen Luftfeuchte von 60% liegt der Taupunkt bei 12°C.

Für die Betrachtung der Tauwasserbildung wird als Hilfsgröße der Faktor fRSi verwendet , der aus der raumseitigen Oberflächentemperatur, der Innenlufttemperatur und der Außenlufttemperatur berechnet wird. fRSi muss ≥ 0,70 sein. Die kleinste anzunehmende Außentemperatur beträgt für das Rhein-Main Gebiet -12°C.

fRSi
fRSi

Fenstermontage im Altbau

Bei einem angenommenen U-Wert der Wand von 1,9 W/m2K und einem Uw-Wert des Fensters von 0,87 W/m2K ist die Einbauart entscheidend.

Bei einem Einbau mit Außenanschlag kann durch eine Leibungsdämmung innen ein fRSi ≥ 0,70 erreicht werden.

Ohne Leibungsdämmung wird der erforderliche fRSi-Wert nicht erreicht und es besteht die Gefahr der Tauwasserbildung.


Abhängig von der Einbausituation muss für jeden Einzelfall überprüft werden, ob durch Maßnahmen ein fRSi ≥ 0,70 erreicht werden kann.

Beim Einbau neuer effizienter Fenster im Altbau ist auch an eine raumweise Lüftungsanlage, vorzugsweise mit Wärmerückgewinnung, zu denken. Dadurch wird die Luftfeuchte im Raum niedrig gehalten und die Gefahr der Tauwasserbildung reduziert.

Durch einen Vollwärmeschutz der Fassade wird die Gefahr der Tauwasserbildung nahezu ausgeschlossen.



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