InDiGuD * Ingenieur-Dienstleistung Günter Dörrhöfer

Gebäudeenergieberatung · Thermografie · Luftdichtheitsmessung

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Dipl.-Ing. Günter Dörrhöfer

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Fußbodenheizung

Besonders mit modernen Heizungen wie Wärmepumpe oder Brennwertkessel wirken sich die niedrigen Vorlauftemperaturen der Fußbodenheizung positiv aus. Eine Fußbodenheizung trägt wesentlich zur Einsparung von Energie bei. Estrich, Bodenbelag und das wassergefüllte Rohrsystem wirken zusammen als großer Heizkörper mit einer großen Materialmasse. Dementsprechend träge verhält sich eine Fußbodenheizung. So kann es drei Stunden und länger dauern, bis sich ein Aus- oder Einschalten der Fußbodenheizung auswirkt. Korrekte Auslegung und hydraulischer Abgleich der Fußbodenheizung sind daher besonders wichtig. Dabei wird sich bei einer optimal ausgelegten Fußbodenheizung der Fußboden nicht merklich erwärmen, auf warme Socken kann also nicht verzichtet werden. Die Fußbodenheizung schafft ein angenehmes und gesundes Raumklima. Im Gegensatz zu herkömmlichen Heizkörpern entsteht keine merkliche Luftbewegung und es wird kein Staub verwirbelt. Da die Fußbodenheizung träge ist, kann sie nicht nach Bedarf ein- und ausgeschaltet werden. Die Fußbodenheizung erfordert ein angepasstes Heizverhalten. Da durch die niedrige Vorlauftemperatur entsprechend energiesparend geheizt wird, wirken sich korrektes Lüften und dauernder Betrieb nicht nachteilig aus.

Wichtig für den späteren Komfort ist aber, dass die Fussbodenheizung von einer Fachfirma mit entsprechender Erfahrung verlegt wird. Selbst ein größeres, unabhängiges mittelständisches Familienunternehmen mit über 100-jähriger Erfahrung, bietet allerdings dafür keine Gewähr. Eine ausführliche Beratung und Planung ist bereits im Vorfeld wichtig, da sich Fehler später nicht mehr korrigieren lassen.

Bei niedriger Vorlauftemperatur weist die Fußbodenheizung einen Selbstregeleffekt auf: Wenn die Raumtemperatur ansteigt, z. B. verursacht durch Sonneneinstrahlung, nimmt die abgegebene Heizleistung automatisch ab, da die Temperaturdifferenz zwischen Heizwasser und Raumluft kleiner wird.

Zur Auswahl stehen die unterschiedlichsten Systeme. Prinzipiell wird zwischen Naßsysteme (Verlegung direkt im Estrich) und Trockensysteme (Verlegung in vorgefertigten Platten) unterschieden.

Am einfachsten ist es, Heizschlangen im Estrich zu verlegen (Naßsystem). Dabei ist bei der untersten Geschossdecke darauf zu achten, daß die Fussbodenheizung nicht den darunter liegenden Bereich (Keller oder Erdreich) beheizt. Hier ist also eine ausreichend starke Dämmung wichtig. Das zusätzliche Gewicht des Estrichs muss beachtet werden - bei einer Sanierung sollte ein Statiker eingebunden werden. Die etwas teureren Trockensysteme bauen nur wenige Zentimeter auf und erlauben meist immer eine Nachrüstung mit Fussbodenheizung. Welches System zum Einsatz kommt, hängt von den Gegebenheiten ab.

Verlegung
So sollte eine Fussbodenheizung nicht verlegt werden!
Verlegung
Beispiel für fehlerhafte Verlegung: Die Toleranz der Verlegabstände ist zu groß, an einigen Stellen berühren sich sogar Leitungen.
Große Sorgfalt sollte bei der Verlegung erfolgen. Der Abstand der Heizschlangen legt die spätere Heizleistung fest. Lücken in der Verlegung führen zu kalten Stellen des Fußbodens. Die Heizleitung darf nicht geknickt werden und sollte möglichst gerade verlegt sein.

Je größer der Verlegeabstand, desto höher muß die Vorlauftemperatur gewählt werden, um eine vorgegebene Heizleistung zu erreichen. Die Temperaturverteilung hängt wesentlich vom Fußbodenbelag ab. Fliesen sind der ideale Fußbodenbelag für eine Fußbodenheizung, erfordern aber einen engeren Verlegeabstand als bei andere Fußbodenbelägen, da Temperaturunterschiede von den Benutzern registriert werden. Werden die Heizschlangen in einem Abstand von 10 cm verlegt werden etwa 12 m Heizleitung pro m2 Fläche benötigt. Bei einem Abstand von 20 cm sind es nur etwa 7,1 m Heizleitung pro m2 Fläche. Die Länge eines Heizkreises sollte 100 m nicht überschreiten. Daher sind in größeren Räumen mehrere Heizkreise erforderlich. Der Verlegeabstand muß nach DIN EN 1264-4 auf maximal 1 cm vom empfohlenen Wert eingehalten werden. Zu senkrechten Bauteilen wie z.B. Wände ist nach DIN EN 1264-4 ein Mindestabstand von 50 mm einzuhalten. Der Biegeradius des Herstellers muß beachtet werden (meist das fünffache des Außendurchmessers). Im Badezimmer ist der Wärmebedarf größer, daher wird hier ein enger Verlegeabstand (10 cm) empfohlen. In Wohn- und Aufenthaltsräumen werden 15 cm Verlegeabstand (Fliesen) empfohlen. Um eine Heizleistung von 72 W/m2 zu erreichen wird bei einem Verlegeabstand von 20 cm eine Vor-/Rücklauftemperatur von 40°C/35°C benötigt, bei 10 cm Verlegeabstand nur noch von 36°C/30°C.


Der erforderliche Volumenstrom kann näherungsweise wie folgt berechnet werden:
Wärme

Die Durchflußmenge ergibt sich als Abhängigkeit von der Wärmeleistung des Raums, der verlegten Rohrleitungslänge (→Verlegeabstand), dem Druckverlust des Heizkreises und dem Druckverlust der Anbindestrecke vor dem Heizkreisverteiler.




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